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Den Kinderrechten auf der Spur
Ein interaktives Theater-Projekt für Kinder, zur Erforschung und Stärkung ihrer Rechte und ihrer persönlichen Identität
Nach einer von uns über die Jahre entwickelten Methode schreiben wir seit 2012 gemeinsam mit VolksschülerInnen jedes Jahr neue und originelle Geschichten zum Thema Kinderrechte und bringen sie anschließend mit ihnen als SchauspielerInnen auf die Bühne.
Dabei leisten wir, zusammen mit der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien, neben der Aufklärung von Kindern und ihren Eltern über ihre Rechte, auch einen bedeutenden Beitrag zur Entstehung von Kunst und Kultur und der Förderung von Kreativität und Selbstausdruck unserer Jüngsten.

Es fühlt sich gut für mich an, weil wenn man das spielt, dann können die anderen auch etwas daraus lernen und ich mag es, anderen etwas weiterzugeben, das sie dann auch verwenden und vielleicht weitergeben können.“
Ava, Schülerin

Inzwischen haben wir mit über 260 Kindern 11 Theaterprojekte realisiert und damit an die 4300 ihrer Altersgenossen mit unkonventionellen Erzählungen zum Thema Kinderrechte erreicht.

Den Kinderrechten auf der Spur findet vorwiegend in sogenannten Brennpunktschulen statt und kommt somit Kindern aus sozial schwachen Milieus zugute. Die Schulklassen, mit denen culture fly arbeitet, verzeichnen einen hohen bis vollständigen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund, die durch die Theaterarbeit einen neuen Zugang zur deutschen Sprache finden.

In Workshops sammeln die Kinder Ideen zu den sechs ausgewählten Kinderrechten (Recht auf Schutz vor Gewalt, Recht auf freie Meinungsäußerung, Recht auf Bildung, Recht auf Gleichheit, Recht auf Freizeit und Spiel, Recht auf Gesundheit) und improvisieren Szenen dazu. Aus diesen Ideen entstehen individuelle Theaterstücke aus den Erlebniswelten der Kinder, die daraufhin mit ihnen als SchauspielerInnen einstudiert und auf die Bühne gebracht werden.

Der Stoff, aus dem die Geschichten entstehen, entstammt den Erfahrungen der teilnehmenden Kinder. Durch diesen Zugang zur Theaterarbeit, gekoppelt mit dem Thema Kinderrechte, wird den Kindern ein sicheres Erleben von Konfliktsituationen ermöglicht, Handlungshintergründe werden aufgedeckt und Lösungen erarbeitet.

"Ich glaube, dass sich im spielerischen und künstlerischen Tun viel bei Kindern bewegt. Kinder müssen viel mehr erfahren und nicht nur kognitiv lernen. Deswegen denke ich, dass es ganz wichtig ist, solche Projekte in möglichst viele Schulen zu bringen, sodass die Kinder die Möglichkeit haben, über sich selber und über das Thema zu erfahren.“
– Renate Bruckner, Lehrerin an der Volksschule Wichtelgasse, 1160 Wien

Die Theaterstücke der letzten Jahre zeigen wie unterschiedlich die Zugänge der Kinder zu ihren persönlichen Themen und ihre Aufarbeitungen sind.

 

Dramen und Komödien seit 2012:

Die Reise der guten Fee durch Krieg und Frieden

Organisatorische und künstlerische Projektleitung: Philip Aleksiev, Cornelia Wirthner
Projektzeitraum: Frühling 2017

Um den Krieg in ihrem Land zu stoppen, reist die gute Fee in die Vergangenheit und stiftet Frieden zwischen den verfeindeten Prinzessinnen. Mit der neuentdeckten Kraft der Liebe, heilen die Prinzessinnen den Bruder der einen und den Vater der anderen, von ihren Kriegsgelüsten. Um den Frieden für immer zu erhalten, beschließen die geheilten Herrscher, die Kinderrechte in ihrem Land verbreiten zu lassen. Als die Fee wieder zurück in die Zukunft reist, findet sie ihr Land im Frieden wieder.

Das Stück wurde insgesamt vier Mal im Festsaal der Pfarre Göttliche Barmherzigkeit im 10. Wiener Gemeindebezirk vor SchülerInnen sowie Erwachsenen aufgeführt.

In Kooperation mit der Volksschule Quellenstraße im 10. Wiener Gemeindebezirk, KulturKontakt Austria und der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien.

Das magische Buch und die Höhle des Schmerzes

Organisatorische und künstlerische Projektleitung: Philip Aleksiev, Cornelia Wirthner
Projektzeitraum: Herbst 2016

Mithilfe des magischen Buches, das der Räuberjunge erbeutet hat, machen sich er und seine Gefangene auf die Suche nach dem berüchtigten Slender Man, einem großen schlanken Mann, der in der Dunkelheit lebt und Kinder frisst. In der Höhle des Schmerzes finden sie heraus, dass nicht Slender Man die Kinder frisst, sondern der Kummer aus ihrer gewaltsamen Kindheit, der sie wie ein Schatten verfolgt. Mit den Kinderrechte-Zaubersprüchen der Hexen schaffen es die Kinder, Slender Man und damit ihren Kummer zu begraben. 

Das Stück wurde insgesamt vier Mal im 15. Wiener Gemeindebezirk vor SchülerInnen sowie Erwachsenen aufgeführt.

In Kooperation mit der Volksschule Ortnergasse im 15. Wiener Gemeindebezirk, Wien Kultur, KulturKontakt Austria und der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien. 

Die drei Geschwister

Organisatorische und künstlerische Projektleitung: Philip Aleksiev, Cornelia Wirthner
Projektzeitraum: Frühjahr 2016

Drei Königsgeschwister streiten sich um das Lieblingstier ihres verstorbenen Vaters, einen Elefanten. Als dieser gestohlen wird, begibt sich der Zoowärter auf eine Reise durch Raum und Zeit, auf der er die Kinderrechte in Form von Zauberblumen findet. Der Streit der Königsgeschwister hat in der Zwischenzeit zu einem Krieg geführt. Doch mit den Blumen kann der Zoowärter wieder Frieden auf die Insel bringen. Die Königsgeschwister erkennen daraufhin, dass der Vater sie nie geliebt hat und lieber mit dem Elefanten gespielt hatte, als mit ihnen und versöhnen sich wieder. Nun wollen auch die Königsgeschwister die Rechte ihres Volkes achten und erlauben ihnen, sich zu bilden und eine eigene Meinung zu haben.      

Das Stück wurde vier Mal vor SchülerInnen sowie Erwachsenen aufgeführt, auch im Rahmen der Wiener Bezirksfestwochen 2016.

In Kooperation mit der Ganztagsvolksschule Wichtelgasse im 17. Wiener Gemeindebezirk, der MA7, Wien Kultur, KulturKontakt Austria und der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien. 

Schirin und der Drache

Organisatorische und künstlerische Projektleitung: Philip Aleksiev, Cornelia Wirthner
Projektzeitraum: Herbst 2015

Aus Neid gegen den gutmütigen König, einem vorbildlichen Vater, entfesselt die Hexe einen feuerspeienden Drachen. Dieser Drache, ein Symbol für Krieg, verwüstet alle Länder. Doch mit der Kraft der Kinderrechte und der Liebe einer Prinzessin wird der Drache gezähmt. Die Prinzessin und der Drache beschließen auch der Hexe, die mittlerweile ganz einsam und unglücklich in ihrem verwüsteten Land ist, die Kinderrechte zu bringen. Mit der Kraft einer Umarmung kann der Drache die Hexe, die als Kind von ihren Eltern im Wald ausgesetzt worden war, von den Wunden ihrer trostlosen Kindheit heilen.

Das Stück wurde insgesamt drei Mal vor SchülerInnen sowie Erwachsenen aufgeführt, auch im Rahmen der Wiener Bezirksfestwochen 2016. 

In Kooperation mit der Ganztagsvolksschule Am Schöpfwerk im 12. Wiener Gemeindebezirk, der MA7, Wien Kultur, KulturKontakt Austria und der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien.

Der Regenbogenbunte Kinderrechte-Mix

Organisatorische und künstlerische Projektleitung: Philip Aleksiev, Scharmien Zandi, Cornelia Wirthner
Projektzeitraum: Herbst 2015

Ein Mädchen, das seit zehn Jahren ihr Haus nicht verlassen durfte, wird von einem traurigen Regenbogen, der seine Farben verloren hat, hinaus gelockt. Auf der Suche nach den verlorenen Farben des Regenbogens findet ein Mädchen in einem Teich eine verborgene Welt, in der der böse Dr. Rattenfreak die Suppe der Königin vergiftet. Mit seinem speziellen Gewürz Qualia sollen sie alle so leiden, wie er in seiner Kindheit gelitten hat. Doch die Tochter der Königin findet mit der Hilfe eines Gespenstes die Kinderrechte, die sie der Suppe heimlich hinzufügt, um allen wieder Freude und Farbe zu bringen. Auch dem Mädchen soll mithilfe der Kinderrechte geholfen werden, sodass sie nicht mehr in ihrem Haus eingesperrt leben muss. 


Das Stück wurde insgesamt vier Mal vor SchülerInnen sowie Erwachsenen aufgeführt, auch im Rahmen der Wiener Bezirksfestwochen 2016.


Das Buch, das die SchülerInnen mit ihrer Klassenlehrerin Sabine zum Stück geschrieben haben, findet ihr hier:

Kinderrechtemix.pdf

In Kooperation mit der Volksschule Jagdgasse im 10. Wiener Gemeindebezirk, der MA7, Wien Kultur, Kulturkontakt Austria und der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien.

Die Kinderrechte-Piraten

Organisatorische und künstlerische Projektleitung: Philip Aleksiev, Arife Gökce, Scharmien Zandi, Cornelia Wirthner
Projektzeitraum: Herbst 2014/ Frühling 2015

Die SchülerInnen der Volksschule Gaullachergasse haben ihr persönliches Thema Gewalt in der Familie über eine Crew fliegender Piraten verarbeitet, die dem größten Schatz ihrer Galaxie nachjagen, der sich am Ende als gewaltfreie Erziehung entpuppt und alle Könige und Königinnen des Universums zur Einsicht bewegt, ihre Kinder zu lieben und zu achten.

Das Theaterstück wurde auf der kleinen Bühne des Jugendzentrums Wien 16 für ihre MitschülerInnen uraufgeführt und ihm Rahmen der Ottakringer Festwochen im Mai 2015 wiederaufgenommen. 

In Kooperation mit der Volksschule Gaullachergasse im 16. Wiener Gemeindebezirk, der MA7, Wien Kultur, KulturKontakt Austria, und der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien. 

Ein Zirkus voller Rechte

Organisatorische und künstlerische Projektleitung: Philip Aleksiev, Cornelia Wirthner, Arife Gökce
Projektzeitraum: Herbst 2014

Der unglückliche Zirkusdirektor ist mit seinen Ideen und seinem Latein am Ende, als Fernsehen und Computerspiele sein Publikum mehr und mehr ausbleiben lassen. Er wird krank und greift in seiner Verzweiflung sogar zur rohen Gewalt, um seine Künstler, Clowns und Tiere dazu zu bewegen, ohne Schlaf und Ruhe an einem neuen Programm zu arbeiten und wirft selbst seine Lieblinge aus dem Zirkus. Auf ihrer Reise durch eine kalte und unbekannte Wüste machen die Lieblinge des Direktors die Bekanntschaft des Zauberers von Waowawa, der in dem Buch der Kinderrechte Heilung für den Direktor und seinen Zirkus wittert. 

In Kooperation mit dem SPZ Schinnaglgasse im 16. Wiener Gemeindebezirk, der MA 17, Wien Kultur, KulturKontakt Austria, und der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien. 

Ein Planet für die Kinder!

Entwicklung, Leitung, Durchführung: Jennifer Vogtmann & Philip Aleksiev
Projektzeitraum: Herbst 2013

Der mächtige Präsident von Amerika wird immer häufiger von Alpträumen geplagt, deren Ursprung er nicht zu ergründen vermag. Als bei der Weltkonferenz in Afrika seine Alpträume ihm keinen Schlaf mehr lassen, bemüht sich seine Assistentin zur Hellseherin der gastgebenden Königin. In ihrer Kugel sieht die Hellseherin ein Gespenst seiner schlimmen Erfahrungen aus der Kindheit, die dem Präsidenten keine Ruhe lassen. Ihre Botschaft und die Forderungen des aufgeklärten Präsidenten ist ganz klar: Nur der Schutz der Kinder dieser Welt kann dieses Gespenst besiegen!

Das Theaterstück wurde auf der kleinen Bühne der Volksschule Kolonitzgasse im 3. Wiener Bezirk uraufgeführt. 

In Kooperation mit dem Sonderpädagogischen Zentrum Petrusgasse im 3. Wiener Bezirk, Wien Kultur, KulturKontakt Austria, und der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien.

Die Reise nach Somaja

Entwicklung, Leitung, Durchführung: Jennifer Vogtmann & Philip Aleksiev
Projektzeitraum: Herbst 2013

Das Land Somaja rühmt sich mit seiner Pracht der Meinungsvielfalt. Doch nicht jedem sind Vielfalt und eine eigene Meinung bequem. Der rote und der blaue Teufel planen einen Putsch und das Land Somaja in einer einzigen Farbe zu überziehen. Mut ist nicht gerade ihre Stärke, dafür aber die der Kinder, die Somajas Meinungsvielfalt gegen die Einfältigkeit der Teufel zu behaupten wissen. Dabei lernen sie, dass sich zu bilden mutig macht und dass Mut äußerst ansteckend ist.
Das Theaterstück wurde von den SchülerInnen selbst entwickelt und im Festsaal des Bundesgymnasiums Wien9, Wasagasse 10 für ihre MitschülerInnen der Schubertschule uraufgeführt. 

In Kooperation mit der Schubertschule im 9. Wiener Bezirk, Wien Kultur, dem KulturKontakt Austria, und der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien.  

Den Kinderrechten auf der Spur

Entwicklung, Leitung, Durchführung: Jennifer Vogtmann & Philip Aleksiev
Projektzeitraum: Herbst 2012

Die Scharfen Schafe, eine Bande, die sich als Stimme der Kinder im Sinne des Rechts auf freie Meinungsäußerung versteht, will den Ungerechtigkeiten der Erwachsenen nicht mehr tatenlos zusehen. Als selbst der Präsident ihnen nicht zu helfen weiß, überreden sie die Kinder ihrer Stadt zu fliehen. 
Erst als die Erwachsenen ihren Verlust einsehen und bereit sind die Kinderrechte einzuhalten, kehren die Kinder zurück. Ihre Botschaft an der Erwachsenen lautet: "Wir sind die Zukunft und die liegt in euren Herzen!"
Das Theaterstück wurde anlässlich des 20ten Jubiläums der Kinderrechte in Österreich von den Kindern selbst entwickelt und wurde der Namensgeber für die folgenden Projekte in weiteren Wiener Schulen. 

Der erste interaktive Theaterworkshop zum Thema Kinderrechte in Kooperation mit der Volksschule St. Elisabeth im 4. Wiener Bezirk und dem KulturKontakt Austria.

Dieses Projekt wurde mit einer Wortspendenaktion unterstützt, die Sie hier finden können:

Wortspenden für das Projekt „Den Kinderrechten auf der Spur



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